VM 035180,1-6

Bienchen, Krönchen und ein Adler.

Die goldenen Verzierungen und das unübersehbare „N“ machen es deutlich: Dieses repräsentative Frühstücksgeschirr („Dejeuner“) stammt aus der Zeit von Napoléon Bonaparte. 1803-1813 hielten dessen Truppen große Teile Norddeutschlands besetzt: Die Chroniken sprechen von der „Franzosenzeit“. Das Kurfürstentum Hannover existierte nicht mehr, sein Territorium war aufgeteilt worden und der größte Teil davon im sog. Königreich Westphalen aufgegangen. Es sollte ein moderner, liberaler Musterstaat werden, regiert von Napoleons Bruder Jérôme Bona¬parte, der wegen seines Lebensstils den Spottnamen „König Lustik“ erhielt. Bei dem Service handelt es sich um besonders feines Porzellan aus dem französischen Limoges in den klassischen Formen des Empire. Es war gewiss kostspielig und zeigt, dass nicht alle Zeitgenossen unter den französischen Einquartierungen und Zwangsrekrutierungen zu leiden hatten – manch einer von den neuen Zeiten sogar kräftig zu profitieren wusste.

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