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Hannover aus der Vogelschau - Luftsprung über die Stadt!

Um 1820 für den Druck von Geldscheinen entwickelt, setzte sich das Druckverfahren des Stahlstiches bald auch für sehr feine und kleinteilige Darstellungen in hoher Auflage sowie in Büchern durch. Die tatsächlich sehr detaillierte Stadtansicht aus dem Jahre 1854 zeichnete das Leipziger Multitalent Adolf Eltzner (1816-1891); er fertigte auch die Druckplatten an. Eltzner hatte den Beruf des Zimmermanns erlernt, erkannte allerdings die Zeichen der Zeit und widmete sich seit 1840 verschiedenen Reproduktionsverfahren. So beherrschte er verschiedene Zeichentechniken, den Stahl- und Holzstich und arbeitete auch mit Kupferplatten. Ebenso war ihm das neue Medium der Fotografie bestens vertraut. Bald spezialisierte sich Eltzner auf „Vogelschauen“, wie dieser schönen Arbeit zu Hannover. Wir sehen im Vordergrund den alten Stadtgraben, dahinter den nach Plänen von G.L. Laves ab 1826 angelegten Waterlooplatz mit der Siegessäule von 1832. Schön ist die von Laves geplante Neuausrichtung der Stadt mit der durchlaufenden Ost-West-Achse Bahnhof–Marktkirche–Leineschloss–Waterlooplatz zu erkennen; die frühere Ost-West-Ausrichtung der mittelalterlichen Stadt – akzentuiert durch die großen Kirchen – ist ebenfalls nachvollziehbar. Noch sind im Vordergrund die Reste der barocken Bastionen zu erkennen, noch fehlen im Hintergrund die bald danach entstandenen Industrieanlagen.

Doch wie gelang dem Künstler die eindrucksvolle Vogelperspektive, ohne dass ihm Fluggeräte o.ä. zur Verfügung standen? Tatsächlich verwendete er ausschließlich Stadtpläne und -ansichten.

Gedruckt wurden die Blätter bei G. Kuhlmay in Leipzig; die Hornemann’sche Hof-, Kunst- und Musikalien-Handlung übernahm den Vertrieb.

 

 

 

Maße (HxBxT): 51x70,5 cm Pate/Patin sein für: 100,00 €

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