DVD: 2. Weltkrieg und Wiederaufbau (1940-1950)

Sechs historische Filme aus Hannover

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Vom Jubel über die ersten Siege der Wehrmacht über die Luftangriffe der Royal Air Force auf Hannover bis zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt: Diese Sammlung bewegender Zeitdokumente spannt den zeitlichen Bogen von 1940 bis 1945. Herausgegeben von der Gesellschaft für Filmstudien e.V. mit einem umfangreichen Booklet.
Spieldauer: 
37 Minuten

Siegesparade – Hannover September 1940

Ende Juni 1940: Deutschen Truppen kehren als Sieger aus Frankreich zurück und werden gefeiert - auch in Hannover. Das stumme, auf 16-mm gedrehte Filmdokument zeigt die Georgstraße, wo eine begeisterte Menschenmenge die heimkehrenden Truppen empfängt. Schüler bekamen hierfür schulfrei. Dieses Material wurde vor einigen Jahren im Historischen Museum Hannover entdeckt, sein Verfasser ist unbekannt. Da die Kamerastandpunkte häufig im inneren Bereich der Parade liegen, ist anzunehmen, dass der Kameramann das Vertrauen der Wehrmacht bzw. der NSDAP besaß.

Filmographische Angaben:
Hersteller: Unbekannt
Länge: 8 Min
format: 16 mm, sw, stumm

Nächtliche Bombardierung Hannovers 22./23.09.1943

Die aus britischen Flugzeugen gedrehten Aufnahmen dokumentieren den Luftangriff der Royal Air Force vom 22./23. September 1943 auf Hannover. An diesem Angriff nahmen 632 Bomber der Royal Air Force sowie fünf amerikanische Flugzeuge teil. Ziel war das Zentrum mit den Bahnanlagen und der Continental AG. Allerdings wurden überwiegend die unbebaute Leinemasch und die südlichen Stadtteile Döhren, Wülfel und Bemerode getroffen. Der Angriff forderte 201 Tote und 176 Schwerverletzte, 5.000 Menschen wurden obdachlos. 
Das Filmdokument ist ein Ausschnitt aus einer längeren Sequenz. Es stammt aus dem Imperial War Museum, London.

Filmographische Angaben:
Produzent: Bomber Command (britische Luftwaffe)
Länge: 01:45 Minuten
35 mm, sw, stumm

Hannover April 1945 - Flug über die zerstörte Stadt

Die Luftangriffe auf Hannover fügten der Stadt während des Zweiten Weltkrieges schwere Schäden zu. Die Angriffe wurden von Einheiten der Royal Air Force (RAF) und den United States Army Air Forces (USAAF) ausgeführt. Bei insgesamt 88 Angriffen starben 6.782 Menschen, davon 4.748 Einwohner. Die Zahl der toten Zwangsarbeiter, Ostarbeiter und Kriegsgefangenen war besonders hoch, da es ihnen verboten war, Luftschutzräume aufzusuchen. Bei Kriegsende war das Zentrum zu 90 % zerstört; 52 % aller Gebäude im Stadtgebiet waren völlig zerstört oder schwer beschädigt. Insgesamt 7,5 Millionen Kubikmeter Schutt waren zu beseitigen. Am 10. April wurde die Stadt von amerikanischen Truppen fast kampflos eingenommen, kurze Zeit später rückten britische Truppen nach und übernahmen die Stadt.

Hannover Hauptbahnhof – 11. April 1945

Das Filmdokument zeigt 2,5 Minuten Bodenaufnahmen vom zerstörten Hauptbahnhof. Menschen kampieren hier. Dem Kameramann ging es offenbar darum, die spezifische Stimmung einzufangen. Die Filmaufnahmen stammen aus dem Imperial War Museum, London. 

Einmarsch amerikanischer Truppen in Hannover-Linden – April 1945

Der Einmarsch der Amerikaner in Linden begann in den frühen Morgenstunden des 10. April und war am gleichen Tag abgeschlossen, es gab kaum Widerstand. In dem hier gezeigten Filmdokument ist der Einmarsch amerikanischer Truppen über die Limmerstraße zu sehen. Gedreht wurden die Aufnahmen von amerikanischen Kameramännern. 

Hannover 1949/50

Der Film ist der erste einer Reihe von nahezu jährlich gedrehten "Wiederaufbau-Filmen", die Heinz Koberg – im Hauptberuf Pressefotograf und Redakteur bei der Hannoverschen Presse – bis 1960 in und über Hannover drehte. Hier rekapituliert er die einzelnen Schritte des Wiederaufbaus bis Ende 1950: Räumarbeiten, die Herstellung von Bausteinen aus Trümmermaterial, der Planungs-Wettbewerb für den Aufbau der Innenstadt, der Beginn des Wohnungsbaus sowie der Neubau bzw. die Wiedererrichtung des Stadtkerns. Es entstehen die Niedersachsenhalle, das Funkhaus, die Marktkirche, der Kuppelsaal und das Opernhaus. Dazwischen sind Bilder vom Handels-, Sport- und Kulturleben zu sehen: Von der Industriemesse, vom Sechs-Tage-Rennen, von Maschsee-Regatten, von Ballett und Gartentheater in Herrenhausen.

„Hannover 1949/50“ wurde im 16mm-Format als Stummfilm gedreht. Die letzte erhaltene Kopie wurde von der Gesellschaft für Filmstudien e.V. im Jahr 2004 als Internegativ gesichert. Zusätzlich wurde eine digitale Abtastung beauftragt, die die Vorlage für diese DVD darstellt. Für die Präsentation des neu herausgegebenen Films hat der Stummfilmkomponist Wolfgang Zettl die Musik komponiert.

Produzent: Heinz Koberg
Länge: 22 Min.
Originalformat: 16mm, sw, stumm
Neuherausgabe mit Musik von Wolfgang Zettl 2013