DVD: Rote-Punkt-Aktion

Amateurfilm von 1969

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Ein Stück Verkehrsgeschichte und ein Dokument der Studentenbewegung in Hannover: Der Amateurfilmer Thomas Garzke hielt 1969 die Bestreikung der Stadtbahnen fest, die schließlich zur Kommunalisierung der Üstra führte.

Zum 1.6.1969 erhöhte die Üstra den Preis für eine Fahrkarte von 70 auf 80 Pfennig. Schüler, Studierende und APO-Gruppen organisierten daraufhin einen Fahrgast-Streik. Zunächst wurden ihre Demonstrationen mit Polizeigewalt bekämpft. Doch schließlich schloss sich sogar die Stadtverwaltung dem Aufruf an Autofahrerinnen und -fahrer an, Fahrgäste kostenlos mitzunehmen. Das Erkennungszeichen der solidarischen Autofahrer war ein roter Punkt hinter der Windschutzscheibe. Etwa die Hälfte der in Hannover zugelassenen Wagen beteiligte sich an der Aktion, die volksfestartige Züge annahm.

Der damalige Student Thomas Garzke, der auch die Aufnahmen vom Flohmarkt auf der Kompilation „Die bunten Siebziger“ drehte, bewies hier journalistisches Gespür: Er filmte Eindrücke aus der Vogelperspektive von der Terrasse des Anzeiger-Hochhauses aus, folgte den irritierten Teilnehmern des Schlesiertreffens mit der Kamera und dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke, der zufällig gerade Hannover besuchte. Für die DVD-Ausgabe hat der Journalist und Dokumentarfilmer Heinz Koberg einen spontanen Kommentar eingesprochen.

Filmografische Angaben
Rote-Punkt-Aktion in Hannover (1969)
Produktion: Thomas Garzke
Kamera/Schnitt: Thomas Garzke
Kommentar: Heinz Koberg
Länge: 5 Min.
Originalformat: Normal-8-mm
Neuherausgabe auf DVD 2006 / zweite Auflage 2012

Übrigens:
Einen persönlichen Rückblick auf die Zeit der Studentenbewegung von Zeitungsreporter Michael Krische gibt es hier.